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Tag 1: Lost in Hong Kong

Ich habe diese Reise seit Monaten geplant. Okay „planen“ ist vielleicht zu viel gesagt. Aber ich wusste schon vor einer ganzen Weile, dass ich zu dieser Zeit, also eben genau jetzt, auf unbestimmte Zeit in Asien herumreisen würde. Nur hatte ich irgendwie so viel anderes Zeug zu tun, dass ich mich nie wirklich mit der Reise auseinandergesetzt habe. Mein Flieger ging am Montag. Am Samstag davor habe ich mir einen Reiseführer für Südostasien gekauft. Ich habe ihn zufällig beim Bummeln entdeckt, war noch nicht mal gezielt dafür in die Stadt gegangen. Und jetzt sitze ich in einem Co-Working Space in Hong Kong. In dem Reiseführer steht nichts über Hong Kong.

 

Alles eine Frage der Priorität

Ich sitze an einem fremden Mac und vertippe mich andauernd auf der englischen Tastatur, auf der Z und Y vertauscht sind, weil ich es geschafft habe, 2o Minuten nach der Landung mein iPad zu verlieren. Ja, ich glaube, der Titel A Global Mess ist noch maßlos untertrieben. Ich habe noch keinen ganzen Absatz geschrieben und bin schon bei dem letzten warmen Schluck des Tiger Lagers angekommen. Ich sollte unbedingt meine Prioritäten überdenken. Über Hong Kong kann ich noch gar nicht viel sagen. Vielleicht, dass die Stadt eine Mischung aus chinesischer und westlicher Metropole ist. Und dass sich alle an die Verkehrsregeln halten und sogar Fußgänger an roten Ampeln stehen bleiben – selbst wenn gar kein Auto kommt. Dank Jetlag habe ich erst mal flotte 13 Stunden im Bett gelegen, sechs davon sogar schlafend.

 

Schmerzhafte Erkenntnis

Heute bin ich dann ziemlich ziellos durch die Stadt gezogen und habe ein bisschen fotografiert. Danach war ich im Hong Kong Museum of History. Das Museum ist umsonst und es lohnt sich dort vorbeizuschauen. Vor allen Dingen dann, wenn man – wie ich – keine Ahnung von Nix hat, aber eigentlich an allem interessiert ist. Das Museum erzählt die Geschichte wirklich von Anfang an, es geht also vor 400 Millionen Jahren los. Anschließend musste ich mich zwangsläufig mit meinem ersten Reisesouvenir auseinandersetzten: einem neuen iPad. Es schmerzt, aber es führt kein Weg daran vorbei. "If you're gonna be dumb, you gotta be tough", wusste ja bereits Roger Alan Wade. Heute konnte ich mich jedoch noch nicht dazu durchringen, eins zu kaufen. Vielleicht meldet sich das Fundbüro vom Flughafen ja doch noch. So, ich geh jetzt auf die Suche nach einem neuen Bier.

(Felix)

 

 

 

Day 1: Lost in Hong Kong
I have been planing this travel for months. Ok, maybe ‘planing’ is a bit exaggerated. But I’ve known for a while now that I will be traveling through Asia around this time of year - so basically at this very moment - for an unknown amount of time. It’s just that I had so much other stuff to do that I never really dealt with the actual travel itself. My plane left on Monday. On Saturday, I bought a travel guide for South East Asia. I had just found it by coincidence as I was window shopping, I didn’t even specifically go out to buy a travel guide. And now I’m sitting in a co-working area in Hong Kong. Hong Kong isn’t mentioned in the travel guide.


It’s all a question of priorities
I’m sitting in front of a Mac that isn’t mine and keep getting typos because of the English keyboard, that has the Y and Z the other way around. This is all because I managed to lose my iPad just 20 minutes after landing in Hong Kong. Yes, I think the title ‘A global Mess’ might even be an understatement. I haven’t even written a whole paragraph and am already about to have the last sip of my warm Tiger Lager. I should really reconsider my priorities. I can’t really say much about Hong Kong yet. Maybe that it seems to be a mix between a Chinese and a Western metropolis. And that everyone obeys the traffic rules and even pedestrians stop at the red light - even when there are no cars around. Thanks to the jet lag I spent 13 hours straight laying in bed, six of them even sleeping.


Painful realization
Today I’ve been strolling around the city, taking a few pictures. Then I went to the Hong Kong Museum of History. The museum is free of charge and worth paying a visit. Especially if you - like myself - don’t know shit, but are actually interested in everything. The museum tells the story of history from the very beginning, so it starts 400 million years ago. After the museum, I had to deal with my first souvenir: a new iPad. It pains me but there’s no way around it. "If you're gonna be dumb, you gotta be tough", Roger Alan Wade already knew that. But still, I couldn’t get myself to buy one today. Maybe the lost and found at the airport will call after all. Now I’m going to look for some new beer.